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Reise nach Taiwan 2014




Dieses Jahr war es wieder soweit. Die I.J.K.A. lud nach 2011 zum zweiten Mal zum Freundschaftsturnier und Seminar mit Shihan Chen Hong-Tsung und Sensei Hsin-Kuei Chen vom 26.09 bis 27.09.2014 nach Taipei ein. Die Reisegruppe des Senbukai Deutschland e.V., bestehend aus Otto Sensei, Gerhard und Michael, nutzte diese Gelegenheit, um am Asai Cup teilzunehmen und die vielen Freunde und Bekannte in Taiwan wiederzusehen.

So reiste unsere kleine Gruppe am Samstag, den 20.09.2014, von München aus über Dubai nach Taipei. Ein erstes kleines Highlight war der komfortable Flug mit dem Airbus A380 von München nach Dubai.




Nach dem etwas anstrengenden Flug nach Taipei wurden wir am Sonntagabend von unseren Gastgebern herzlich empfangen und unser Freund Mr. Liang, alias Hunter, holte uns vom Flughafen ab und brachte uns ins Hotel. Im Hotel wartete zu unserer Überraschung bereits Chen Sensei auf uns, um uns persönlich zu begrüßen. Nachdem wir Chen Seinsei über ein Jahr lang nicht gesehen hatten, freuten wir uns dementsprechend unseren Lehrer wiederzusehen. Nach der herzlichen Begrüßung von Chen Sensei ging es weiter in ein sehr exklusives Restaurant zum Begrüßungsabend mit Mrs. Asai, Chen Sensei, Kidokro Sensei, Mr. Lin und Hunter.





Am Montag hatten Otto Sensei, Gerhard und ich den Vormittag für uns und machten einen ausgiebigen Sparziergang durch Taipei und besuchten den En Chu Kong Tempel. Die Atmosphäre in dem Tempel war schlichtweg überwältigend, da wir zufällig rechtzeitig zum Mittagsgebet kamen. Wie uns Chen Sensei später erklärte, besuchte Asai Sensei jedes Mal diesen Tempel, wenn er in Taipei war, um zu beten. Obwohl das Dojo Montags geschlossen ist, öffnete Chen Sensei es für uns am frühen Abend und Shihan Chen nahm sich persönlich Zeit mit Otto Sensei Qi Gung zu trainieren. Gerhard und ich durften in dem Dojo für uns trainieren. Zwischendurch nahm sich Shihan Chen für einen kurzen Moment Zeit und verbesserte punktuell auch Gerhard und mich, wenn ihm am Bewegungsbild etwas Grundlegendes verbesserungswürdig erschien. Von einem solchen Meister und Lehrer individuelle Tipps zu erhalten stellt für uns eine besondere Ehre dar und seine Kritik und Verbesserungen sind Anreiz genug, das technische Training weiter zu verfolgen. Abends wurden wir von Kidokoro Sensei in sein japanisches Restaurant eingeladen. Mrs. Asai, Shihan Chen , Chen Sensei durften an diesem Abend selbstverständlich nicht fehlen. Ohne zu untertreiben, darf ich die Behauptung aufstellen noch nie so exzellent japanisch gegessen zu haben. Besonders beeindruckend war als zu später Stunde Chen Sensei Kidokoro Sensei Prinzipien des Aikikai erklärte und im Restaurant demonstrierte.







Am Dienstag holte uns morgens Hunter mit dem PKW ab und machte mit uns einen Ausflug an die pazifische Küste. Erst besichtigten wir ein kleines Bergdorf und schlenderten über den Markt sowie durch ein Teehaus. Danach ging es weiter in eine alte Goldmine, die von den Japanern während der Kolonialisierung betrieben wurde. Schließlich fuhren wir die Küstenstraße entlang und verbrachten noch etwas Zeit in einer Gartenanlage, wo Gerhard und ich die Zeit für ein Fußbad nutzten. Abends fand im Dojo der tägliche Trainingsbetrieb statt und wir durften unter den Augen von Shihan Chen und Chen Sensei mittrainieren. Abends trafen wir unseren Freund Michael Chou wieder und gingen mit Ihm zusammen in einem der zahllosen Straßenrestaurants Abendessen. Zu unserer Freude waren sowohl Shihan Chen als auch Chen Sensei an diesem Abend wieder dabei.

Am Mittwoch durften wir an dem Qi Gung Training im Dojo teilnehmen und gewannen weitere Einblicke in die Komplexität der asiatischen Kampfkünste, und dass technisches Shotokan Karate zusätzliche Aspekte beinhaltet und bekommt, wenn man sich auf die Formen des Qi Gung einlässt. Nachmittags nahm uns Hunter zu einem besonderen Teeladen mit und wir kamen in den Genuss von verschiedenen Teesorten aus dem taiwanischen Hochland. Diese Gelegenheiten nutzten wir selbstverständlich, um uns mit diversen Teesorten für zuhause einzudecken. Vor dem Training machten wir noch einen Abstecher in den historischen Wanhua District und den Longshan Tempel. Da buddhistische, daoistische und konfuzianische Tempel zumindest auf mich eine Faszination ausüben, lies ich das Treiben in dieser herrlichen Tempelanlage auf mich wirken, bevor es abends zum Training unter Leitung von Kidokoro Sensei ging. Dieses schweißtreibende Training forderte uns doch einiges ab, da Kidikoro Sensei uns zur Vorbereitung auf das Freundschaftsturnier viele Katas liefen lies und dann noch klassisches Jiyu Ippon Kumite geübt wurde.

Nach den ersten Tagen sollte am Donnerstag der nächste Höhepunkt folgen. Chen Sensei nahm sich den ganzen Vormittag Zeit, um den Kämpfern aus Italien um Formenton Sensei herum und uns White Crane Kung Fu zu unterrichten. Nachdem Chen Sensei uns letztes Jahr in Nürnberg schon einen Vorgeschmack auf White Crane Kung Fu gegeben hat, gab uns Shihan Chen noch tiefere Einblicke. Beachtenswert war, mit welch vermeintlich einfachen Übungen das Gefühl für Kraft und Entspannung geübt werden kann und wie Shihan Chen die Prinzipien ¿Push and Pull¿ oder ¿Pull und Push¿ zu erklären vermochte. Im Anschluss daran gab es ein gemeinsames Mittagessen. Wir entschlossen uns mit Hunter zusammen das Sightseeing in Taipei fortzusetzen und besichtigten weitere Tempelanlagen bis wir abends wieder im Dojo mittrainierten. An diesem Abend gab es auch das lang ersehnte Wiedersehen mit Bruno Sensei, der sofort nach seiner Ankunft in Taipei ins Dojo zu Shihan Chen und Chen Sensei gekommen war. Bei einem ausgiebigen Abendessen wurde das Wiedersehen mit Bruno Sensei gefeiert.















Am Freitag nahm auch bei unserer Reisgruppe die Spannung etwas zu, da es mit großen Schritten auf den Wettkampf zuging, eine Presskonferenz auf dem Programm stand und ein formeller Begrüßungsabend aller Teilnehmer des Turniers. Zugleich wurde der Geburtstag von Shihan Chen gefeiert. Um am nächsten Tag fit zu sein gingen wir alle zeitig ins Bett.


Am Samstag begann das Turnier. Otto Sensei stellte sich als Kampfrichter zur Verfügung, Gerhard und ich nahmen sowohl in den Disziplinen Kata als auch Kumite teil. Gerhard schaffte es in der Kategorie Kata über 50. ins Finale, musste sich jedoch der starken Konkurrenz geschlagen geben. In Kumite über 50. erreichte Gerhard den dritten Platz. Ich schaffte es in der Kategorie Kata bis 40. Jahre zwar ins Finale, musste mich trotz der wertvollen Verbesserungen von Chen Sensei hinter den hochklassigen Teilnehmern einreihen. Im Kumite bis 40. Jahre über 70 Kilogramm schied ich in einem durchaus engen und umkämpften Viertelfinale in der Verlängerung aus. Unsere Freunde aus Italien hatten etwas mehr Fortune und so wurde Formenton Sensei dritter in der Kategorie Kata über 50., Livio zweiter in der Disziplin Kata über 40. und Yuri in der Disziplin Kumite bis 40 Jahre über 70 Kilogramm zweiter. Eine ausgelassene Party mit Bruno Sensei folgte dem Turnier.















Am Sonntag fand der weitere Höhepunkt der Reise statt, das Seminar mit Shihan Chen und Chen Sensei. Shihan Chen unterrichtete wiederum Prinzipien des White Crane Kung Fu und zeigte uns viele verschiedene Übungen. Man muss Shihan Chen den höchsten Respekt zollen, da er in solch hohem Alter noch authentisches White Crane Kung Fu unterrichtet und dabei den einen oder anderen austrainierten Karatekämpfer noch in Verlegenheit bringt. Zum Abschluss demonstrierte Chen Sensei die Anwendungen und die unvorstellbare Effektivität des White Crane Kung Fu mit den Prinzipien "Push and Pull" bzw. "Pull and Push". Chen Sensei unterrichtete nach einer kurzen Pause Asai Sensei`s Tokui-Kata Seiryu. Für Gerhard und mich war nach Beendigung des Seminars dieser offizielle Teil vorbei. Otto Sensei nahm für Senbukai Deutschland e.V. noch an dem offiziellen Instruktoren Meeting teil. Abend folgte am sogenannten Teacher`s Day in Taiwan ein gemeinsames Abendessen. Der Teacher´s Day in Taiwan gab uns die Gelegenheit uns bei unseren Lehrern Shihan Chen und Chen Sensei für die vergangene Woche zu bedanken und beiden den Respekt zu erweisen.

Schließlich mussten wir am Montag unsere Koffer packen. Da unser Flieger erst abends um 23:45 Uhr abflog, hatten wir noch genügend Zeit uns von allen zu verabschieden. Mrs. Asai und Chen Sensei verabschiedeten sich trotz der vorangegangenen anstrengenden Tagen von Otto Sensei, Gerhard und mir persönlich bei einem gemeinsamen Abendessen, ehe unser Freund Michael Chou uns zum Flughafen fuhr.

Nach dieser außergewöhnlichen Woche, in der wir die Gastfreundlichkeit der I.J.K.A. genießen durften, muss ich resümieren, dass die Freundschaft zu Chen Sensei, seinen Schülern in Taipei und dem Verein Senbukai Deutschland e.V. mit jedem Besuch enger wird und wir ein bisschen stolz sein dürfen mit Shihan Chen und Chen Sensei zwei großartige Lehrer zu haben. Jeder von uns konnte spüren wie sich Shihan Chen und Chen Sensei darum kümmerten, dass wir uns technisch verbessern und außerhalb des Dojos für uns gesorgt wird.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei unseren Freunden aus Taiwan für sämtliche Bemühungen, Anstrengungen, Aufmerksamkeiten und die einmalige Gastfreundlichkeit. Die nächsten Termine für ein Wiedersehen in Europa sind schon vorgemerkt und wir freuen uns Chen Sensei mit seinen Freunden bald in Deutschland begrüßen zu dürfen.



Michael Beck



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